| Offizielle Eröffnung der Aktion durch Bischöfin Maria Jepsen |
| Samstag, den 03. November 2007 um 17:00 Uhr |
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Was machen an einem Freitagabend eine Bischöfin und ein Pastor mit einigen Paten in einer Bar in St. Georg? Oder anders gefragt, wer interessiert sich in der heutigen Zeit noch für das Thema AIDS? Eben diese Personen waren es, die am 02. November 2007 um 20.00 Uhr der Einladung des Initiators folgten, um die Spendenaktion "Die Paten - Gemeinsam gegen AIDS" offiziell zu eröffnen. Aus allen Richtungen kamen sie herbeigeströmt: Vertreter der Community, der evangelischen Kirche, Betroffene und ihre Angehörigen oder einfach nur Frauen und Männer, die helfen wollen. Einig war man sich, dass die körperlichen und seelischen Folgen von AIDS noch lange nicht überwunden seien. Nach der Eröffnungsrede des Initiators, Harald Greßl, zeigte sich die Bischöfin Maria Jepsen in ihrer Rede von der Spendenaktion sehr angetan. Sie lobte das Engagement und betonte, dass sie von einem deratigen Zusammenhalt der Community in der heutigen Zeit mehr als begeistert sei. Es ginge bei solch einer beispiellosen Aktion auch nicht unbedingt nur um das Geld, sondern vielmehr um das Zwischenmenschliche. Es wäre wichtig, den Betroffenen das Gefühl zu geben, dass man sie nicht alleine lässt. Ernüchterndes hatte Pastor Gause zu berichten. Sicher würde die derzeitige Medikamentation helfen. Die Wirkungsgrenzen zeigten sich dennoch täglich: Sei es die große Anzahl von Betroffenen, die sich nicht trauen würden, ihren Angehörigen oder am Arbeitsplatz zu erzählen, wie es um sie stünde oder diejenigen, denen AIDS Arbeitslosigkeit und Hartz IV gebracht hat. Jeder kann es sich ausmalen, was gerade in der Schein- und Glitzerwelt der Schwulen und Lesben sozialer Abstieg bedeutet. "Wer kann wirklich fühlen, wie es jemandem geht, der ein halbes Jahr sparen muss, um ein Mal ins Kino zu können?", so Gause weiter. Alt, arm, Homo und AIDS gleichbedeutend mit einer Sackgasse? Nein, niemand ist alleine, egal wie düster das Bild auch sein mag. Auch wenn sich der Staat mehr und mehr aus finanziellen Gründen zurückzieht und selbst die leuchtenden Aktionen in der Community erloschen sind: das Leben geht weiter. Auch in einer Großstadt muss niemand in der Anonymität versinken, denn die professionelle Hilfe wie durch die AIDS-Seelsorge ist da. Um so wichtiger ist daher die Unterstützung dieser Organisationen. Vielleicht stärker denn je. "Die Patenaktion ist ein guter Ansatz, denn Dank dieser ehrenamtlichen Aktion geht keine Spende für Administration oder Werbung verloren, sondern jeder Cent kommt bei Bedürftigen an", berichtet Harald Greßl. Werde Du selbst auch Pate, oder sag es weiter und warne insbesondere die Jüngern, denn AIDS ist nicht besiegt und noch lange nicht heilbar. Es muss sich jeder interessieren, denn 1384 Neuinfektionen im 1. Halbjahr 2007 sind alarmierend. Der Dank für Unterstützung dieser Aktion gilt den Paten, der Bischöfin Frau Maria Jepsen, dem Pastor Detlev Gause, den vielen Helferinnen und Helfern und ganz besonders den Initiatoren Harald Greßl und Micco Dotzauer. |


Offizielle Eröffnung der Aktion durch Bischöfin Maria Jepsen