Das Paten-T-Shirt

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Tu was! Paten-Aktion zum Welt Aids Tag 2010
Donnerstag, den 21. Oktober 2010 um 13:53 Uhr

Zum 3. Mal haben wir aufgerufen, Geld für Aids-Hilfeprojekte zu sammeln. Einen ganzen Monat lang, vom 1. bis 30. November, wird es verschiedene Aktionen geben. Bis jetzt haben sich 27 Gastrobetriebe, Einzelpersonen und Geschäftsleute bereit erklärt, uns dabei zu unterstützen. Unter anderem mit folgenden Aktionen:

  • Die Wunderbar veranstaltet am Freitag 26.11. eine Party unter dem Namen „Die Familie tut was“ mit Beverly Boyer am Plattenteller
  • Das Dorf organisiert ein Charity-Dinner, das 136 Grad wird eine Garderobeneinnahme spenden
  • Toms Saloon bittet seine Gäste zum 36-jährigen Jubiläum um Spenden statt Blumen und Geschenke
  • Schwulissimo schröpft seine Kaffeekasse
  • Bellini-Bar spendet von jedem verkauften Longdrink am Freitag und Samstag im November jeweils 1 Euro
  • Das Lagerhaus spendet für jeden Kunden, der am Weltaidstag einkauft, 1 Euro
  • Mr. Chaps spendet für jeden Kunden, der in der Zeit vom 1. November bis 1. Dezember 2010 dort einkauft, 1 Euro
  • Die Sexplosion lädt am Sa., 20. November zum Sexdance. Alle Kollegen arbeiten umsonst, alle Einnahmen abzüglich der DJ-Technik werden gespendet
  • Alle schwule Magazine unterstützen uns mit einer kostenlosen Anzeige

Weitere Teilnehmer sind: (Stand 14. Oktober)
Soap Bar, SPIKE Hamburg e.V., Mr. Leather Hamburg, Wulf Mey Management, Apollo Sauna, Schwestern der Perpetuellen Indulgenz, 17. Ingo Talstr. 8 und Uwe, Lothar Grothe, Kytie Voo, Café Gnosa, Generation-Bar, Mossapour Interieur Design, Sportplatz, Hotel Village, Blendwerk, Boutique Bizarre, Hotel Wagner, Hotel am Dammtor

In diesem Jahr unterstützen wir wieder den Patenschaftsfonds der Aidsseelsorge Hamburg e.V.

Mit den Geldern dieses Fonds werden Menschen mit HIV und AIDS mit einer monatlichen Geldzuwendung unterstützt. Aufgrund ihrer Erkrankung müssen diese oft von einer minimalen Rente oder Hartz IV leben und können unter anderem ihren zusätzlichen medizinischen Bedarf an Vitaminpräparaten oder spezielle Waschlösungen nicht bezahlen. Das Geld müssen sich diese Menschen jeden Monat persönlich im Büro der Aids-Seelsorge abholen. Damit ist garantiert, dass die Mitarbeiter um Pastor Detlev Gause mindestens einmal im Monat persönlichen Kontakt mir den Betroffenen haben. Dieser Fonds existiert nur von Spendengeldern.

Patenschaftsfonds der AIDS-Seelsorge Hamburg

Pastor Detlev Gause von der AIDS-Seelsorge Hamburg über den Patenschaftsfonds, die gegenwärtige Situation und die Paten:

"Menschen, die mit HIV/AIDS leben, geraten nicht selten in eine Situation, in der es aus den unterschiedlichsten Gründen finanziell sehr eng wird. Wer aus der Berufstätigkeit heraus fällt, eine wegen seiner zeitlich nicht ausreichenden Berufsjahre eine extrem niedrige Erwerbsunfähigkeitsrente erhält oder zum Hartz-IV-Empfänger wird, kann sich plötzlich kaum mehr etwas leisten. Hier hilft die AIDS-Seelsorge Hamburg mit ihrem Patenschaftsfonds.

Das einfache Prinzip: Was Spender uns geben, können wir an Bedürftige verteilen. Sie erhalten für ein Jahr die Zusage, monatlich einen bestimmten finanziellen Betrag zu bekommen, um sich damit einmal auch etwas Besonderes leisten zu können. Für den einen ist dies ein Kino- oder Saunabesuch, für den anderen die Möglichkeit, Freunden, die einen immer wieder selbstverständlich einladen, eine Gegeneinladung auszusprechen. Für den Dritten eröffnet das Geld aus dem Patenschaftsfonds die Möglichkeit, sich auch einmal ein etwas teureres Kleidungsstück zu kaufen – alles Ausgaben, die ohne diese Unterstützung nicht möglich wären.

Wir freuen uns, dass die Paten auch in diesem Jahr wieder um Spenden für unseren Patenschaftsfonds bitten und garantieren, dass jeder Betrag direkt und ohne Abzüge bei denen ankommt, die diese Hilfe dringend gebrauchen können."

Statements von Betroffenen

Christian, 45 Jahre: "Nach langen Jahren Arbeitsunfähigkeit habe ich eine neue Ausbildung begonnen, um trotz meiner HIV-Infektion wieder berufstätig zu werden. Der Betrag aus dem Patenschaftsfonds hilft mir, das Schulgeld zu bezahlen, das ich mir sonst nicht leisten könnte."

Thomas, 38 Jahre: "Dass ich Geld aus dem Patenschaftsfonds erhalte, hilft mir, dass ich mir jeden Monat eine kleine Freude machen kann."

Frank, 32 Jahre: "Ich kann mir Dank dem Geld aus dem Patenschaftsfonds auch einmal selbst etwas Besonderes leisten und muss mich nicht immer einladen lassen."

Dieter, 52 Jahre: "Der Patenschaftsfonds hilft mir, dass ich mir bei meiner Ernährung auch einmal frisches Obst und andere gesunde Dinge leisten kann."

Winfried, 53 Jahre: "Ich hatte Tränen in den Augen, als ich erfahren habe, für ein Jahr Geld aus dem Patenschaftsfonds zu bekommen. Weil ich Schulden habe, reicht mein Geld vorn und hinten nicht. Jetzt komme ich einigermaßen zurecht."